| Drehleiter und Einsatzleitwagen in Lilienthal in Dienst gestellt |
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| News - 2010 |
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Bereits im Herbst 2007 beschäftigten wir uns im Rahmen eines Arbeitskreises mit der Planung eines Nachfolgefahrzeuges unserer bisherigen Metz-Drehleiter aus dem Jahr 1979. Die alte Leiter hatten wir im Jahr 1999 von der BF Bremen, der damaligen Wache 7, übernommen. Trotz einer Generalüberholung war klar, dass die Lebensdauer des Fahrzeugs wohl nicht länger als zehn Jahre sein wird. Deshalb wurde bereits damals im Rahmen der langfristigen Finanzplanung die Neubeschaffung für das Jahr 2009 geplant.
Wir entschieden uns dabei bewusst gegen eine Gelenk-Drehleiter, da dies aufgrund der baulichen Situation in Lilienthal nicht erforderlich ist und die Drehleiter ohne Gelenk bessere Ausladungswerte aufweist. Nach der Erstellung des Leistungsverzeichnisses konnten wir Anfang September den Auftrag gemäß den Normen DIN EN 1846-1 und DIN EN 14043 europaweit im offenen Vergabeverfahren ausschreiben. Nach erfolgter Angebotsfrist und anschließender Angebotsauswertung konnte die Gemeindeverwaltung den Zuschlag für das Los 1 „Fahrgestell" an die Daimler AG, Bremen (Niederlassung Weser-Ems) sowie für das Los 2 „ Aufbau inkl. der feuerwehrtechnischen Beladung" an die Firma Iveco Magirus Brandschutztechnik GmbH aus Ulm vergeben. Beim Fahrgestell entschieden wir uns für einen Mercedes-Benz Atego 1529 F mit Allison 5-Gang Automatikgetriebe und einer Motorleistung von 210 KW. Wir verzichteten bewusst auf eine vollwertige Truppbesatzung von 1/2 zugunsten mehr Platz für feuerwehrtechnische Beladung und Stauraum für die mitzuführende persönliche Schutzausrüstung im Fahrerhaus. Innerhalb der Kabine wurde eine einheitliche Anordnung der Schalter und Bedienelemente für die Sondersignalanlage eingebaut. Diese Bedienkonsole findet sich auch im LF 20/16, welches im Jahr 2007 beschafft wurde, sowie im neuen ELW 1. Zusätzlich kann das Einsatzhorn auch mittels Fußtaster bedient werden, so dass der Maschinist bei der Einsatzfahrt stets beide Hände am Lenkrad lassen kann. Weitere Merkmale unser neuen IVECO-Magirus DLA (K) 23/12 Vario CS sind:
Die Drehleiter wurde mit einer im Anhang zur Norm aufgeführten feuerwehrtechnischen Beladung versehen. Dabei wurden sinnvolle Zusatzbeladungen integriert. So wurde beispielsweise besonderer Wert auf eine erweiterte Ausrüstung zur Verkehrsabsicherung gelegt. Insgesamt 4 faltbare Verkehrsleitkegel und 4 Warn-Blitz-Leuchten können nun eine Sicherung gegen den fließenden Verkehr darstellen. Außerdem ergänzen ein Gerätesatz Absturzsicherung, ein Rettungsbrett, eine Schleifkorbtrage mit Abseilspinne sowie eine Auf-und Abseilgerät die Beladung. Für die passive Sicherheit tagsüber und bei Dunkelheit wurde die Drehleiter seitlich, auch am Leitersatz, mit einer Konturmarkierung nach ECE R-104 und am Heck mit rot-weißer reflektierender Warnmarkierung beklebt. Das auffällige blau-gelbe Design - die Farben Lilienthals - wurde in abgewandelter Form von der Feuerwehr im belgischen Antwerpen übernommen. Um die Einsatzkräfte der Feuerwehr Lilienthal/Falkenberg, die künftig die Drehleiter einsetzen werden, in allen technischen und einsatztaktischen Belangen mit dem Hubrettungsfahrzeug zu schulen, wurde zeitgleich mit der Beschaffung ein neues Ausbildungskonzept für Drehleiter-Maschinisten und Einheitsführer erarbeitet. Als Grundlage hierfür diente die „Empfehlung für die Aus- und Fortbildung an Hubrettungsfahrzeugen" des TEAMS DREHLEITER.info (vgl. www.drehleiter.info). Das Ergebnis ist eine 40 Stunden umfassende Ausbildung, aufgebaut in neun unterschiedlichen Modulen. Diese Ausbildungs-Bausteine wurden bisher von insgesamt 15 Feuerwehrangehörigen in der Zeit vom 1.Oktober bis zum 15. November 2009 absolviert. Die nächsten Maschinisten werden Anfang 2010 ausgebildet. Bei Rückfragen: Lars van den Hoogen, stellv. Zugführer OFW Lilienthal/Falkenberg, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. Neuer ELW1 bei der Ortsfeuerwehr Lilienthal/Falkenberg
Aufgabenstellung: Der im Einsatzfall mit einem Führungsassistenten (ZF) und einem Führungsgehilfen (GF) ausrückende ELW bietet dem Einsatzleiter vor Ort eine komplette Kommunikationseinheit der Führungsstufe C. Neben der funktechnischen Ausstattung im 4- und 2-Meter-Wellenbereich die durch eine Uher „ATIS IR44" Kurzzeitdokumentationsanlage überwacht werden, wurde eine komplette Vorrüstung für den Einbau von 3 Digital-Funkgeräten durch den Aufbauhersteller realisiert. Weiterhin besteht über 2 D-Netz-Telefone und einen über ein „coM.sat TRF" Gateway angebundenes Faxgerät sowie einen mobilen Internetanschluss Kontakt zur Außenwelt. Die Internetanbindung erfolgt über ein erstmals in einem Feuerwehrfahrzeug verbauten, ursprünglich als Kommunikationszentrale für den Maybach entwickelten „CAR-A-WAN" Mobil Router (www.ipmotion.de). Zwei feuerwehreigene Laptops können über LAN-Kabel netzwerkbasierend oder im „stand-alone" Betrieb genutzt werden. Die fernmeldetechnische Ausstattung ist bis auf wenige Bedienteile komplett, im nicht sichtbaren Bereich verbaut. Ein Zugang ist durch großzügig dimensionierte Wartungsklappen möglich. Um einen Betrieb der Kommunikationstechnik auf der Anfahrt und an der Einsatzstelle sicherstellen zu können, wurde ein 4kVA Leab „Dynawatt 4000+" Generator (www. leab.de) fest eingebaut, der auch den gleichzeitigen Betrieb des in der Beladung mitgeführten Powermoon „Picolo" (www.powermoon.de) ermöglicht.
rechts Führungsgehilfe: bedient 2-Meter-Funk, führt Einsatztagebuch auf Laptop, Internet- Kommunikation links Führungsassistent: bedient 4-Meter-Funk, Telefon und Fax, führt ggf. die Lagekarte Alle 4 Sitzplätze des Fahrzeuges sind auf Drehsockeln gelagert, so dass je nach Bedarf ein Schwenken in Arbeits- oder Besprechungsstellung möglich ist. Neben einer umfangreichen feuerwehrtechnischen Beladung verfügt der ELW1 auch über eine sanitätsdienstliche Ausstattung mit Rettungsrucksack, elektrischer Absaugpumpe und vollautomatischem Defibrillator „Powerheart AED G3 Auto" von Cardiac Science (www.cardiacscience.de).
Die rote Kennleuchte am Heck kennzeichnet die Einsatzleitung, sie ist während der Fahrt automatisch abgeschaltet. Der ELW 1 ist neben seinen eigentlichen Aufgaben in der Ofw. Lilienthal/Falkenberg und im Umweltzug des Landkreises Osterholz ein Führungsmittel, auf das alle Lilienthaler Ortsfeuerwehren zurückgreifen können. Dirk Hildebrand - Rückfragen oder Informationen unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. Share |

